Hegegemeinschaft

In § 10a BJG sind die Möglichkeit der Bildung sogenannter „Hegegemeinschaften“ meist für Rotwild, Damwild und Muffelwild geschaffen. Dies geschieht freiwillig oder aufgrund behördlicher Anordnung.
Soweit keine Zwangsmitgliedschaft nach § 10a Abs. 2 BJG besteht, kann sich der Betroffene einem Abschussplan durch Austritt aus der Hegegemeinschaft entziehen; Einzelheiten regelt die Satzung. Gegen die Zwangsmitgliedschaft sowie gegen die festgelegten Abschusszahlen sind Rechtsmittel möglich.
Nach § 21 Abs. 2 Satz 4 BJG sind die Abschusspläne im Einvernehmen mit den Jagdvorständen der Genossenschaften und den Inhabern der Eigenjagdbezirke, meist verhandelt jeweils ein Jagdpächter, aufzustellen. Letztlich entscheidet aber die Untere Jagdbehörde im eigenen Ermessen. Daher kann dagegen Widerspruch eingelegt werden und auch Klage vor dem Verwaltungsgericht ist natürlich möglich.
Konflikte sind vorprogrammiert.
Die Satzungen regeln die Einzelheiten. Aufsichtsbehörde ist der Landkreis. Festgesetzte Umlagen werden im Verwaltungsverfahren beigetrieben.
Sanktionen werden oft nicht geregelt. Möglichkeiten ergeben sich allenfalls aus dem LJG, zuständig bleibt die Untere Jagdbehörde.
Falls die Satzung nicht ordnungsgemäß veröffentlicht wurde, das ist sehr häufig der Fall, wäre eine Klage gegen die Satzung auch nach Jahren noch möglich.