Forstkarte – Forstgrundkarte – Betriebskarte – Forstbetriebswerk – Forsteinrichtungswerk; hier: Sicherung Ihrer jagdlichen Einrichtungen, Wildäsungsflächen, Zuwegungen etc.

Haben Sie das auch schon erlebt? Seit vielen Jahren bewirtschaften Sie Ihre Wildäcker, Schneisen und Wegränder und Sie haben Ihre Hochsitze entsprechend danach aufgebaut und immer weiter investiert. All das wurde Ihnen im Rahmen der Forstwirtschaft als jagdliche Fläche im Bestand zugesichert, und es wurden mit dem Förster jagdliche Schwerpunkte vereinbart und sogar Schneisen freigestellt und an Rückewegen Wildäcker angelegt usw. Eines Tages stehen Sie vor Ihrem wichtigsten Wildacker und müssen feststellen, dass dieser mit Fichten zugepflanzt wurde. Ein neuer junger Förster war am Werk. Der wusste von all diesen Absprachen und Zusicherungen nichts und Ihre jagdlichen Interessen sind ihm egal.

Wenn Sie bei GOOGLE den Begriff Forstkarte, Forstgrundkarte, Betriebskarte, Forstbetriebswerk, Forsteinrichtungswerk eingeben, tauchen Bilder von Karten mit Beispielen auf und auch umfangreiche Aufsätze zum Thema.
In gut geführten Karten sind Ihre Wildäcker eingezeichnet und entsprechend bei forstlichen Maßnahmen zu berücksichtigen; ein Beispiel haben wir unten angefügt.
Lassen Sie sich von Ihrem zuständigen Förster oder der Forstverwaltung diese Karten einmal aushändigen und überprüfen Sie, ob Ihre Einrichtungen entsprechend eingezeichnet sind und die Karte der Ist-Situation entspricht. Ansonsten regen Sie an, dass die Karten entsprechend überarbeitet werden; das ist in der EDV leicht nachzutragen. Falls Änderungen wie oben geschildert vorgenommen wurden, regen Sie an, dass diese Maßnahmen rückgängig gemacht werden oder zumindest Ausgleichsflächen geschaffen werden. Wenn Sie vor einer solchen Maßnahme davon Kenntnis erlangen, fragen Sie den Förster, warum abweichend von den Karten Änderungen vorgenommen werden und wenden Sie sich gegebenenfalls an dessen Vorgesetzte.

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