Aktuelles

Neuer Imagefilm

Wir machen auf den neuen Imagefilm der Rechtsanwaltskanzlei Mühlenbein und Kollegen auf der Homepagewww.muehlenbein.de aufmerksam.

 

Aktuelle Aufsätze:
Alle Texte können Sie auf unserer Homepage www.jagdrecht.de downloaden.

 

„Wildernde Hunde“
Zusammenarbeit der Kommune, des Kreises und der Polizei

Im Hochsauerlandkreis wurde kürzlich in einer konzertierten Aktion der Stadt, der Polizei und des Kreises eine Pressemitteilung veröffentlicht, die den Umgang mit Hunden und die Pflichten des Hundehalters verdeutlichen. In diesem Zusammenhang wird auf die Internetseite Jagdrecht.de unter der Rubrik Formulare/ Texte „Was Hundeführer dürfen, und was nicht – ein Merkblatt“ verwiesen.

Anbei die Pressemitteilung:

Sundern. Leider passiert es immer wieder: freilaufende, unkontrollierte Hunde sind im Wald und auf Wiesen unterwegs. Ohne Einwirkungsmöglichkeit von Frauchen oder Herrchen stöbern sie Wild auf, hetzen diese Tiere oder reißen sie gar im Extremfall. Spaziergänger werden belästigt oder verängstigt, wissen sie ja nicht, wie der Hund, der auf sie zukommt, reagiert. Dies erzeugt Ängste, die der Hundebesitzer in der Regel nicht nachvollziehen kann, aber trotzdem respektieren und entsprechend berücksichtigen sollte und muss. Beispielweise sind dem Hegering Sundern in den letzten Wochen eine Vielzahl dieser Fälle bekannt geworden. Dort wurden binnen kurzer Zeit 17 gerissene Rehe gezählt. Zu derartigen Fällen kommt es leider nicht nur in Sundern, sondern im gesamten Kreisgebiet, so Polizeisprecher Ludger Rath. Polizei, Untere Jagdbehörde und Stadt Sundern, nehmen die gehäuften Vorfälle zum Anlass, auf Rechtslage und richtige Verhaltensweise hinzuweisen. Denn die Rechtslage ist eindeutig geregelt. An verkehrsarmen Orten, das heißt außerhalb der bebauten Ortsteile, dürfen gutartige Hunde unangeleint in der Nähe der Begleitperson umherlaufen, wenn ständig gewährleistet ist, dass die Aufsichtspflichten erfüllt werden können. Wenn ich Personen oder Tiere nähern, sind Hunde rechtzeitig anzuleinen. Anders ist es in gesondert ausgewiesenen Schutzzonen. Hierzu zählen unter anderem Kinderspielplätze, Parkanlagen oder umfriedete Grünanlagen, aber auch entsprechend bekanntgegebene Landschafts- und Naturschutzgebiete. Hier gilt permanente Leinenpflicht. Im Wald in Nordrhein-Westfalen dürfen Hunde nur auf Gehwegen unangeleint sein. Dies aber gilt nur dann, wenn der Hund jederzeit unter der Kontrolle von Herrchen oder Frauchen steht. Im Klartext bedeutet dies, dass der vierbeinige Liebling immer in Ruf- und Sichtweise bleibt und den Kommandos der Aufsichtsperson auch sofort folgen muss. Hört der Hund nicht auf seinen Führer, spielt die Entfernung zwischen beiden nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Die sogenannten „gefährlichen Hunde“ im Sinne des Landeshundegesetzes NRW sind von diesen Regeln ausgenommen. Sie müssen außerhalb eines befriedeten Besitztums permanent angeleint sein und einen bisshemmenden Maulkorb tragen. Die Folgen für den Hundebesitzer können vielfältig sein. Läuft ein Hund unbeaufsichtigt im Wald oder auf Feldern herum, stöbert ein Hund Wild nach, hetzt oder reißt er die Tiere, so liegt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landesjagdgesetz vor. Hier wird durch die zuständige Behörde ein Bußgeld verhängt. Im Wiederholungsfall oder wenn der Hundeführer mit Vorsatz handelt, kann es sich sogar um eine Straftat handeln. Für solche Fälle sieht der § 292 des Strafgesetzbuches eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Werden Wildtiere verletzt oder gar getötet, ergibt sich eine Schadenersatzpflicht für den Besitzer des Hundes gegenüber dem Jagdpächter. Diese Summen können schnell ein vierstelliges Ausmaß erreichen. Außerdem kann der Jagdpächter eine Unterlassungsklage gegen den uneinsichtigen Hundebesitzer anstrengen. Als ultima ratio regelt das Bundesjagdgesetz auch die Möglichkeit, einen wildernden Hund zu töten. Darüber hinaus kann der Hund nach einem derartigen Vorfall als gefährlicher Hund im Sinne des Landeshundegesetzes eingestuft werden, wodurch sich für den Halter, aber auch für den Hund, diverse Einschränkungen ergeben. Bevor man seinen Hund auf einer Wiese, Weide oder einem Acker laufen lässt, sollte man zunächst mit dem Eigentümer abklären, ob dies problemlos möglich ist. Soll zum Beispiel eine Wiese gemäht werden und der Schnitt als Futter Verwendung finden, so kann darin enthaltener Hundekot negative Auswirkungen auf die Futterqualität und die Gesundheit der Tiere haben, an die der Schnitt verfüttert wird. Außerdem liegen junge Kitze gerne im hohen Gras der Wiesen, so dass ein freilaufender Hund in der aktuellen Jahreszeit für den Nachwuchs eine besondere Bedrohung darstellen kann. All dies kann aber weder im Interesse der Hundebesitzer, der Jagdpächter, der Landwirte noch der Spaziergänger sein. Gegenseitige Rücksicht und die Beachtung der geltenden Regeln ermöglicht allen Beteiligten ein harmonisches Miteinander. So können Mensch und Tier die Natur gemeinsam genießen. Die Untere Jagdbehörde des Hochsauerlandkreises, das Ordnungsamt der Stadt Sundern und die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis möchten an alle Hundebesitzer und Hundeführer appellieren, sich in der freien Natur entsprechend zu verhalten. Denn Tierschutz endet nicht beim eigenen Vierbeiner und Antworten wie „der will doch nur spielen“ nehmen niemandem die Angst vor einem fremden, freilaufenden Hund.

Für Nachfragen stehen wir gern zu Verfügung:

Rechtsanwälte Mühlenbein und Kollegen
Bahnhofstraße 4
59929 Brilon
02961 97420

www.jagdrecht.de
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Sammeln von Pilzen

Jedes Jahr zieht es zahlreiche Pilzesucher im Zeitraum September/Oktober in den Wald. Durch die feuchtwarme Witterung in diesem Sommer, sprießen Waldpilze allerdings schon eher aus dem Waldboden als üblich. Vor dem köstlichen Genuss gilt es jedoch bestimmte Regeln einzuhalten:

Das Bundesnaturschutzgesetz und die Bundesartenschutzverordnung haben u.a. zum Ziel die Lebensgemeinschaft Wald nicht zu gefährden. Deshalb ist es lediglich erlaubt Pilze zum eigenen Bedarf zu sammeln. Was darunter verstanden werden kann, ist nicht klar definiert und wird lokal unterschiedlich gehandhabt. Fest steht, dass darunter eine solche Menge zu verstehen ist, die pro Person pro Mahlzeit verspeist werden kann. Herausgebildet haben sich Grenzen von 500 Gramm bis zu 2 Kg. Um auf der sicheren Seite zu stehen, sollte zuvor bei der zuständigen Landschaftsbehörde nachgefragt werden.
Wer also unberechtigt kiloweise Pilze aus dem Wald schleppt, die nicht mehr unter den Eigenbedarf fallen, riskiert ein Bußgeld von bis zu 5.000 €. In einigen Regionen Deutschlands finden mittlerweile gezielte Kontrollen der Landschaftsbehörde, des Forstamtes und der Polizei statt.
Die gleichen Regeln gelten im Übrigen auch für das Sammeln von Beeren und Pflanzen. Weiterhin verboten ist das gewerbliche Sammeln von Pilzen im Wald ohne Erlaubnis der Waldbesitzer und der zuständigen Naturschutzbehörde. Ein entsprechender Verstoß ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe sogar strafbewehrt.
Gesammelt werden dürfen z.B. der Maronenröhrling oder der Hallimasch und durch eine Ausnahmegenehmigung in der Bundesartenschutzverordnung auch besonders geschützte Arten wie Steinpilz, Pfifferling, Brätling, Birkenpilz, Rotkappe, Schweinsohr und Morchel. Wichtig zu wissen ist, dass es zu fast jedem essbaren Pilz ein ähnlich aussehendes giftiges Gegenstück gibt. Deshalb sollten Sammler nur Pilze pflücken und verzehren, die sie genau kennen. Die Pilze sollten außerdem nie roh gegessen werden, sondern immer erst auf mehr als 70 °C erhitzt werden.

Erlaubt ist:
-Sammeln für den eigenen Gebrauch, max. 2 kg pro Person und Tag
-Pilze so abernten, ohne Wurzelwerk und Vegetation im Umkreis zu zerstören

Verboten ist:
– gewerbsmäßiges Sammeln von mehr als 2 kg Pilze pro Person und Tag (regionale Festlegung)
– Sammeln in eingezäunten und gesperrten Flächen, Forstkulturen, Forstdickungen und Holzeinschlagsflächen
– Sammeln in Naturschutzgebieten und Nationalparks
– Das Fahren im Wald und auf Waldwegen sowie das Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald und auf Waldwegen.
– Das Betreten von jagdlichen Einrichtungen
– Das Betreten von gesperrten Flächen. Während der Herbstmonate herrscht die Paarungszeit beim Rot-Sika- und Damwild. Als Teil der Lebensgemeinschaft Wald ist darauf besondere Rücksicht zu nehmen.

Für Nachfragen stehen wir gern zu Verfügung:

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