Trophäenjagd – Zum Beispiel in Namibia

Vom 2.10.2008

Tiere nicht vermenschlichen

Für den Naturschutz ist ein neues Zeitalter angebrochen, denn Arten können, vor allem in Afrika, nur noch erhalten werden, wenn sie einen Wert, einen Nutzen haben. Vorbei sind die Zeiten, in denen große Schutzgebiete geschaffen wurden, wo die Tiere ungestört leben konnten. Zu Ende gegangen sind auch jene Zeiten, in denen nur Wissenschaftler und Naturschutzbeamte sich in den Parks bewegen konnten und normale Bürger nur als Besucher die Tiere beobachten durfte. Moderner Naturschutz ist kein Bambistreicheln, sondern nachhaltige Nutzung der natürlichen erneuerbaren Ressourcen. Dabei ist wichtig, dass Tiere nicht vermenschlicht werden, sondern wichtigster Teil eines wirtschaftlichen Unternehmens sind. Es gibt keine süßen, niedlichen oder brutalen Tiere. Die Natur kennt nur das Gesetz des Stärkeren, das Überleben, das Erhalten der Art. Wir Menschen müssen wieder lernen, mit und in der Natur zu leben. Dies ist nur möglich, wenn wir sie verstehen und anschließend nachhaltig nutzen. Namibia ist auf diesem Gebiet bereits ein vorbildliches Beispiel, da hier mehr wilde Tiere außerhalb der proklamierten Naturschutzgebiete leben als in den Parks selber. Mit den wilden Tieren sind nicht nur Antilopen, sondern auch große Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und wilde Hunde sowie auch Flusspferde, Nashörner und Elefanten gemeint. Die Tourismusindustrie ist inzwischen zum drittstärksten Wirtschaftszweig geworden. Landwirtschaft steht an zweiter Stelle und auch hier spielt die nachhaltige Nutzung der natürlichen erneuerbaren Ressourcen bereits eine sehr große Rolle.

Der Vorteile der nachhaltigen Nutzung für die Tiere sind, dass ihr Lebensraum erhalten oder erweitert wird, Arten wieder in Gebieten angesiedelt werden, wo sie einst vorkamen und dass die Lebensumstände sich verbessert haben, da z.B. Wasser dank der unzähligen Bohrlöcher viel leichter verfügbar ist. Keinen Gefallen erweist man den Tieren und dem Naturschutz, wenn die „armen Tiere gerettet“ und in Gehege gesteckt werden. Sie werden dann nicht vor den „bösen Farmern gerettet, die sie erschießen wollten“, sondern lebenslänglich in winzige Zellen eingesperrt, ohne dem Natur-/Artenschutz zu dienen.

Dagegen ist die Jagd, von vielen verpönt, die wohl wichtigste Art der nachhaltigen Nutzung, da das Fleisch nicht nur dem Eigenbedarf dient, sondern zum Lebensunterhalt beitragen kann. Die Trophäenjagd erhöht den Wert einer jeden Art besonders und ist meist die erste und wichtigste Einnahmequelle für einige hundert Menschen in den kommunalen Hegegebieten. Da in vielen Teilen des Landes bessere Lebensumstände für wilde Tiere geschaffen wurden, muss der Mensch eingreifen, um ihre Bestände in Maßen zu halten. Lebendverkäufe sind eine weitere Art der Nutzung. Geschieht dies nicht, zerstören die Tiere ihren Lebensraum selbst und werden alle verenden. Und wir vielleicht auch.

Von Dirk Heinrich in Allgemeine Zeitung / Windhoek – Namibia http://www.az.com.na/tourismus/kommentar/tiere-nicht-vermenschlichen.74072.php

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